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Aussöhnung beginnt mit Achtung. Achtung bedeutet: anerkennen. Nicht verbessern. Nicht richten. Nicht erklären. Einfach anerkennen, dass der andere ist, wie er ist. Und dass ich bin, wie ich bin.

So kann Frieden beginnen.

Wir tragen oft ein Bild unserer Eltern in uns. Ein Bild, das wir heimlich geformt haben. Ein Bild, das sagt, wie sie hätten sein sollen. Doch dieses Bild trennt uns mehr, als es uns schützt.

Wenn wir das Bild loslassen, steht die Wirklichkeit vor uns. Unschön vielleicht. Oder groß. Oder schmerzlich, gar kränkend.

Aussöhnung heißt dann: Ich nehme das Wirkliche, wie es sich zeigt. Nicht das Ideal. Nicht die Erinnerung. Nicht das enttäuschte Hoffen eines Kindes. Sondern das, was war. Und das, was ist.

Diese Achtung hält Abstand. Sie dringt nicht ein. Sie fordert nicht mehr. Sie erlaubt dem anderen, anders zu sein. Manchmal ganz anders.

Erst mit diesem Abstand können wir wieder atmen. Und erst mit diesem Abstand kann Liebe wachsen, ohne zu verlangen.

Erst mit diesem Abstand gelingt echtes Wachsen und frei sein. Erwachsen-Sein.

Dann geschieht ein Zweites: Zustimmung. Zustimmung sorgt für Ruhe. Sobald ich zustimme – kommt mein Leben zur Ruhe. Sobald ich dem, was war, zustimme – kommen meine Eltern zur Ruhe in mir.

Oft steht mir nur eines im Weg: mein Schmerz. Das Kind in mir, das festhält an einer alten Forderung:

Seht mich. Bitte gebt mir, was fehlt. 

Dann oft entsteht daraus später im Leben die Forderung: der Mensch an meiner Seite, gibt mir endlich das, was fehlt!

Nähe, gesehen werden, bedingungslose Liebe.

Doch ist er oder sie die richtige, um das zu geben? Habe ich den Mut, erreichbar zu sein?

Auch für meine Eltern?

Dass sie in mir wirken dürfen? Mit allem?

Und ich mache meines daraus?

So entsteht Aussöhnung: nicht aus Pflicht, nicht aus Moral, sondern aus einem stillen Einverständnis mit dem eigenen Weg, mit der Zustimmung zu dem, wie es war.

Wer den Eltern zustimmt, zustimmt im Herzen, öffnet einen inneren Raum. Einen Raum, in dem Lebenskräfte sich sammeln
und stetig fließen.

Ich gehe in meine volle Kraft und nehme die volle Verantwortung für mein Leben.

Ein solcher Raum entsteht bei Aufstellen in Stille.

Dort wird sichtbar, was uns trägt. Dort zeigt sich, wo wir festhalten. Dort löst sich, was vergangen ist und vergangen sein darf.

Dann folgt ein Schritt: Freude und Erkenntnis. Eine leise Freude darüber, dass jeder seinen eigenen Weg gehen darf. Und die Erkenntnis, du deinen.

Bei vielen Menschen sehe ich: Wenn Aussöhnung gelingt, wird das Leben weiter. Die Liebe weitet sich, erhält Tiefe und Ruhe. Die Beziehung zu den eigenen Kindern klärt sich. Der Blick wird milder. Der Blick auf Andere – und dich selbst.

Denn Aussöhnung führt nicht zurück. Sie führt nach vorn. In das eigene Leben. In die eigene Stärke. In eine Freiheit, die nicht mehr von der Herkunft weg will, sondern mit ihr im Frieden steht.

In meinen Seminaren begleite ich dich umsichtig zu Aussöhnung. Mit der Familie, mit Partnerinnen oder Partnern. Klar. Still. Sicher. Ein Raum, in dem Achtung wächst. Und ein neuer Schritt in dein sinnerfülltes  Leben.

Ich freue mich, dich zu begleiten.

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